Cable Mountain Lodge – Springdale

Cable Mountain Lodge - Garten

Wer den Zion NP besucht, schläft meistens im schönen Ort Springdale. Trotz vieler Hotels und Touristen hat Springdale immer noch ein individuelles Erscheinungsbild. Die Hotels in Springdale sind meist etwas teurer, die Lage direkt am Parkeingang will eben bezahlt werden! Die Cable Mountain Lodge liegt unmittelbar am Parkeingang und bietet eine fantastische Übernachtungsmöglichkeit! Weiterlesen

Observation Point

Früh geht es heute los. Um 7 Uhr stehen wir vor dem Shuttle Stop am Visitor Center. Im Gegensatz zum letzten mal können wir vom Hotelzimmer direkt zum Eingang laufen. Es ist schon ein Vorteil direkt am Parkeingang zu wohnen.
Um 7.15 Uhr setzt sich der Bus in Bewegung, um 7.45 Uhr stehen wir am Trailhead zum Observation Point. Es ist kühl aber nicht kalt und wir fangen bald an unter unseren Jacken zu schwitzen. Steil geht es den Canyon hinauf. Vier Meilen und 655 Höhenmeter Anstieg sind es bis zum Observation Point.Echo Canyon Nach einiger Zeit kommen wir im Echo Canyon an, einem Slotcanyon, der heute ganz gut mit Wasser gefüllt ist. Das Gewitter von Gestern hat seine Spuren hinterlassen. Wir können deswegen nicht einfach durch den Canyon laufen, sondern müssen uns Wege über das Wasser suchen!
Wir kommen ganz gut voran und erreichen bald wieder den Anstieg zum Observation Point.Wanderung zum Observation Point Der Weg nach Oben ist weiterhin ziemlich steil! Wir laufen an den Canyonwänden entlang. Der Weg hier hinauf wurde einst freigesprengt. Wie man auf diese Idee kam, ist für uns schleierhaft. Wir finden es aber gut, denn so können wir diesen tollen Hike machen.Wanderung zum Observation Point Immer wieder bieten sich spektakuläre Ausblicke nach unten und in die verschiedenen Seitencanyons oder auf den Cable Mountain.
Kurz vor dem Ziel kommen uns zwei Wanderer entgegen. Am Observation Point selbst warten noch zwei Paare auf uns. Wir sind unter den 10 ersten Besuchern auf dem Gipfel für heute. Um 10.05 Uhr erreichen wir den Observation Point. Für den Aufstieg haben wir zwei Stunden und zwanzig Minuten gebraucht.Observation PointAm Gipfel genießen wir den atemberaubenden Blick auf den Zion Canyon. Im Vordergrund erkennt man Angels Landing, im Hintergrund den Rest des Canyons. Es ist einfach nur spektakulär.Observation PointAuch hier gibt es wieder neugierige Chipmunks, die versuchen Essen aus den Rucksäcken zu klauen. Andere Hiker erzählen uns, dass ein Streifenhörnchen in ihren Rucksack geschlüpft ist und eine verschlossenen Packung M&Ms geöffnet hat.Observation PointNach einer ausgiebigen Rast machen wir uns bereit für den Abstieg. Herunter geht es natürlich etwas schneller als hinauf, allerdings strengt uns der Abstieg fast mehr an. Die Knie und Waden werden beim Abstieg ganz schön strapaziert. Während des Abstiegs fällt einem auch erst auf, wie lang der Anstieg eigentlich war! Echo CanyonNach einiger Zeit kommen wir wieder zum Echo Canyon. Auf dem gesamten Abstieg sind uns bereits zahlreiche Wanderer entgegen gekommen und auch im Canyon und danach geht es so weiter. Gut, dass wir so früh aufgebrochen sind!
Eine Stunde und vierzig Minuten brauchen wir für den Weg vom Observation Point zum Trailhead. Die Pause abgezogen, haben wir also genau vier Stunden für die 8 Meilen gebraucht.
Der Trail ist sicherlich eines der Highlights im Nationalpark und in unserem Urlaub dieses Jahr. Er steht dem Angels Landing Hike in nichts nach und ist kräftemäßig die größere Anstrengung!Riverside WalkAls nächstes machen wir den Riverside Walk. Er ist der Zugang zu den Narrows und wahrscheinlich der bestbesuchte Hike im Park. Ohne große Anstiege geht es auf komplett geteertem Untergrund bis zum Eingang der Narrows. Wir erwarten viele Leute, aber was wir hier erleben ist eine riesige Menschenansammlung. Nach dem Observation Point ist das hier ein ganz schöner Schock!
Die Narrows heben wir uns für das nächste mal auf. Am Nachmittag kehren wir zum Hotel zurück und machen es uns auf der Terrasse bequem. Irgendwann schaut dann eine Gruppe Rehe vorbei und probiert, wie die Bäume vor unserer Terrasse schmecken.Reh vor dem Zimmer

Abendessen gibt es in der Sportsbar des Switchback Grills. Danach schauen wir uns nochmal ein wenig in Springdale um und kehren zurück zum Hotel. Morgen geht es zum Capitol Reef Nationalpark!

Kolob Canyon

Heute stand zunächst mal wieder ziemlich viel Fahrerei auf dem Programm. Nach einem, wie gewohnt, guten Frühstück im Hampton Inn West Jordan kann es losgehen und wir starteten in Richtung Springdale.
Nach ca. 50 Meilen können wir den Großraum Salt Lake City endlich hinter uns lassen und fahren auf der I-15 immer weiter nach Süden. Nach vier Stunden Fahrt erreichen wir den Kolob Canyon, einen Teil des Zion Nationalparks. Wir besuchen schnell das Visitor Center, um unseren Pass vorzuzeigen und uns den Stempel abzuholen!Zion NP Kolob CanyonDer erste Blick in den Canyon ist bereits vielversprechend und wir freuen uns wieder im Zion NP zu sein! Der fünf Meilen lange Scenic Drive führt uns durch den Canyon.Zion NP Kolob CanyonWir kommen zum 1,6 km langen Timber Creek Overlook Trail. Die Strecke trauen wir uns gerade noch zu. Nahezu allein laufen wir zum Aussichtspunkt. Es kommen uns nur drei Leute entgegen.Zion NP Kolob CanyonAm Overlook sind wir dann komplett allein und können den Ausblick in Ruhe genießen. Hier bietet sich wirklich ein fantastischer Ausblick auf den Kolob Canyon!Zion NP Kolob CanyonDas Wetter wird allerdings auch etwas schlechter und deswegen kehren wir langsam zum Auto zurück. Auf dem Rückweg kommen uns dann über 20 Leute entgegen. Wir haben wohl genau das richtige Zeitfenster erwischt!Zion NP Kolob CanyonAuf dem Rückweg gibt es noch ein paar nette Ausblicke auf die verschiedenen Gesteinsschichten.Zion NP Kolob Canyon
Wir fahren weiter nach Süden und biegen schließlich in Richtung Zion NP ab. Inzwischen tobt vor uns ein Gewitter und es hat sich genau im Canyon des Nationalparks verfangen. Pünktlich zur Einfahrt auf den Parkplatz zu unserer Lodge fängt es an zu regnen. Es gießt wie aus Eimern und bis wir an der Rezeption sind, sind wir schon patschnass!
Unsere Zimmer für die nächsten zwei Nächte ist eigentlich eine Zwei-Zimmer Wohnung. Soviel Platz hatten wir nicht mal letztes Jahr in Vegas.
Abendessen gibt es dann bei beim Mexikaner Amigos. Das Essen ist ganz ok, der Preis für Springdale wohl angemessen.Zion NPIm Anschluss fahren wir noch mit dem Shuttle bis zur Zion Lodge und schauen uns den Sonnenuntergang im Canyon an. Morgen geht es dann auf den Observation Point!

Beware of the Busreisegruppen!

Um kurz vor Neun durchqueren wir den Eingang vom Zion NP und fahren in Richtung Tunnel. Am Ende des Tunnels parken wir das Auto und laufen den nicht allzu langen Trail zum Canyon Overlook Point. Hier oben hat man einen sehr schönen Blick auf den Canyon, wie der Name ja schon vermuten lässt.Canyon Overlook TrailEs ist zwar noch relativ früh, aber man merkt die Hitze trotzdem schon wieder. Wir fahren weiter und treffen am Checkerboard Messa auf die erste Reisegruppe – chinesische Schüler die alle das gleiche, knallgelbe T-Shirt anhaben. Kurz ein Photo gemacht und schnell weg hier!
Am Ostausgang des Parks ändert sich die Landschaft und die karge Wüste wird durch weites, grünes Weideland ersetzt. Immer wieder sieht man auch kleinere Wäldchen. In Richtung Bryce fahren wir durch mehrere kleine Orte und kommen schließlich gegen halb Zwölf am Hotel an. Einchecken können wir auch schon. Das Hotel ist riesig, diverse Lodges verteilen sich über einen großen Bereich, ein bißchen erinnert es an eine Raststätte, ist aber trotzdem nicht schlecht. Weiter geht es in Richtung Parkeingang.Wir stoppen kurz noch am Visitor Center, brechen aber gleich wieder auf. Zuerst fahren wir ans Parkende zum Rainbow Point um dann dort umzudrehen und die Viewpoints nacheinander abzuklappern. Immer wieder fahren wir rechts ran und genießen den Ausblick. So richtig vom Hocker haut es uns aber nicht, da hat Zion mehr Eindruck hinterlassen. Je näher es Richtung Amphitheater geht, desto schöner wird es aber. Leider auch umso voller! Während wir im Zion fast nur Amerikaner getroffen haben, wimmelt es hier von Deutschen und anderen Nationen. Ganz populär scheint der Bryce Canyon bei Busgruppen zu sein. Es ist wirklich schrecklich! Besonders der Bryce und der Sunset Point sind total mit Pauschaltouristen überlaufen. Ich möchte nicht alles zitieren, aber: „Warum heischt desch etz Amphitheater?“ „ Isch glaub, weil desch so groß isch…“ „Und warum gilt desch jetzt nicht als Naturwunder? Isch doch auch schön!“ Warum man als Dreißigjähriger so eine Busrundreise macht, ist uns natürlich auch ein Rätsel.Bryce Canyon NPWir starten den halben Navajo Loop, der Rest ist ja leider gesperrt, und auch hier treffen wir wieder auf einige große Gruppen. Passendes Schuhwerk braucht man ja nicht. Wasser mitnehmen, warum auch? Eine Gruppe wackelt dann auch mehr den Canyon runter und ist nach den Klamotten zu urteilen auch schon mal schön auf den Hintern gefallen…Zwischendurch haben wir noch eine nette Konversation mit einem Park Ranger. Da fahren wir die ganze Reise kein einziges Mal zu schnell und halten an jedem Stoppschild und wenn wir es einmal nicht machen, zieht uns gleich der Arm des Gesetzes raus. Mit der Hand am Revolver schreitet der Ranger zur Fahrerseite und möchte die Papiere, etc. sehen mit dem Hinweis, dass wir ein Stoppschild überfahren hätten (im Umkreis von 500m war kein Auto…). Er checkt alles in seinem Auto und belässt es dann bei einer Verwarnung. Damit hätten wir den Punkt Polizeikontrolle mit Verkehrsvergehen hoffentlich abgehakt!
Später fahren wir noch einmal zum Sunset View Point zurück und genießen den Blick über den Canyon bei Vollmond und Sternenhimmel.Zurück im Hotel machen wir dann noch Bekanntschaft mit dem Röhrenfernseher. Ein kleiner Schlag gegen das Gehäuse bringt die Farbe ins Bild zurück! Daran ist man ja schon lange nicht mehr gewöhnt!

Angels Landing

Um 6.30 Uhr klingelt der Wecker. Angels Landing ruft! Mit dem kostenlosen Shuttlebus fahren wir von der Majestic View Lodge, die einige hundert Meter vor Springdale liegt, zum Eingang des Zion Nationalparks. Dort steigen wir in den Bus um, der seine Runde im Park dreht. The Grotto ist unser Ziel. Mit uns steigen etwa 20 Leute aus, aber anscheinend sind wir die Einzigen, die dem Band im Bus zugehört haben, den die anderen laufen wie die Schafe erst mal alle in die falsche Richtung. So müssen wir nicht in der Masse laufen. Wir starten um 8.35 Uhr Mountain Time.Angels Landing im Zion National ParkDer Aufstieg beginnt unspektakulär. Langsam windet sich der Weg den Berg hinauf. Nach einem etwas steileren Anstieg gelangen wir in den Refrigerator Canyon, in dem es auch wirklich eine angenehme Temperatur hat. Noch ein Stück um den Berg herum und auf der anderen Seite angekommen winden sich Walter’s Wiggles vor uns steil den Berg hinauf.Zion National ParkWir kommen aber schnell voran und überholen einige, die schon schlapp machen. Oben angekommen sehen wir schon die letzte halbe Meile hinauf auf Angels Landing, die es aber in sich hat! Wir sammeln kurz unsere Kräfte, bevor wir den Aufstieg wagen.Angels LandingEs ist jetzt 9.35 Uhr. Das erste Stück ist gleich eine glatt abfallende Felswand und man muss sich erst seinen Halt suchen. Die Stahlketten helfen zwar, aber wir beginnen kurz zu Zweifeln. Aber wir wollen auf den Gipfel! Weiter geht es vorbei an tiefen Abhängen, über hohe Steinstufen und über schmale Felsrücken; immer das Stahlseil im Auge bzw. fest in der Hand. Teilweise muss man sich richtig am Seil hochziehen, da man kaum guten Halt für die Füße findet. Das ist anstrengender als Gedacht. Um 10.15 Uhr ist es dann geschafft: Wir stehen auf dem Gipfel!Zion National ParkDas ging viel schneller als erwartet! Wir genießen den spektakulären Ausblick, stärken uns mit Wasser und Müsliriegeln und schießen viele Fotos. Leider gibt es kein Schild, das besagt, dass man es bis zum Gipfel geschafft hat. Nur eine ganze Menge Chipmunks, die um die Gipfelstürmer herumspringen und auf Essen hoffen. Von hier oben sehen wir auch, dass sich immer mehr Wanderer auf den Weg über die Felsen machen. Wir brechen also zum Abstieg auf. Davor hatten wir beim Aufstieg etwas Bammel, da man ja mit Blick in den Abgrund über schwer überwindbare Vorsprünge muss!Zion NationalparkAber es geht leichter als befürchtet. Wir beginnen den Abstieg mit einer Gruppe anderer Wanderer, mit denen wir bis zum Ende absteigen. Leider werden wir öfter zu Pausen gezwungen, da nicht an allen Stellen das Passieren von entgegenkommenden Wanderern möglich ist. Dafür können wir länger die tolle Aussicht genießen! Kurz vor Ende des Abstieges über den Felskamm sitzt dann plötzlich, nur wenige Meter entfernt von uns, ein riesiger Condor auf einer Felskante! Sowas sieht man auch nicht alle Tage!Condor im Zion NationalparkNach der Felskletterei ist der restliche Abstieg schnell geschafft. Um 12.10 Uhr sind wir wieder im Tal und gönnen uns erst mal eine gesunde Mahlzeit: Burger und Sandwiches, aber was anderes gibt es natürlich nicht.
Ausgeruht brechen wir in Richtung Emerald Pools auf.Zion National ParkDer Wegweiser kennt zwei Routen, wir nehmen die längere und nicht so volle Strecke. Natürlich ist es auch die anstrengendere Variante. Irgendwann kommen wir dann am mittleren Pool an und Ruhen uns im Schatten aus. Es stellt sich heraus, dass es keine schlechte Idee war unsere Wasservorräte am Visitor Center aufzufüllen. Weiter geht es zum Lower Pool, den Obersten sparen wir uns weil wir schon ganz schön erschöpft sind. Zurück geht es dann durch Schatten und immer bergab. Im Anschluss fahren wir dann noch mit dem Shuttle durch den Park und schauen uns Angels Landing von unten an. Zurück im Hotel genießen wir den kühlen Pool und lassen den Tag ausklingen!

I went to the desert…

Am Morgen das letzte Mal den tollen Blick aus unserem Zimmer genießen! Dann wollen wir noch ein wenig Outlet-Shoppen, da bietet Vegas sich ja an. Als wir die Mall endlich gefunden haben, überfallen wir gleich den Hilfiger-Laden. Der Einkauf lohnt sich: 7 T-Shirts, 1 Pullover und eine Damenhandtasche für ca. 170,- Dollar.Valley of FireDanach verlassen wir Vegas und fahren zurück in die Wüste. Nächster Stop: Valley of Fire! Und wir dachten schon, Death Valley war heiß! Bei 43 Grad Celsius wandern wir durch bizarre rote Sandsteinformationen und bestaunen prähistorische indianische Felszeichnungen.Three Sisters im Valley of FireBei Mouses Tank müssen wir mehrmals im Schatten Rast machen. Die Hitze ist wirklich unerträglich.Elephant Rock im Valley of FireWeiter geht’szum Zion Nationalpark. Auf der kompletten Strecke hat es immer über 40 Grad Celsius. Wie halten die Leute das nur aus?St. George ist die nächste Station, hier wollen wir nochmal unsere Vorräte auffüllen. Nachdem wir ihn fast nicht gefunden hätten, stehen wir nach mehrmaligen Wendemanövern doch noch vor dem Walmart. Dummerweise fahren wir im Anschluss noch an drei anderen Walmarts vorbei, da hat sich das Suchen ja gelohnt! Wie immer gibt es alles nur in großen Packungen und so kaufen wir eben das Duschgel in der 750 ml Packung und wie schon in Kalifornien den 14 Liter Wasserpack, der aus 28 Flaschen je ein halberLiter besteht. Durch die Zeitumstellung ist es inzwischen schon sieben Uhr und wir wollen endlich ankommen. Das Zimmer in der Majestic View Lodge gefällt uns ausgesprochen gut, nach unserem Abstecher in eine Vegas-Suite hatten wir schon Bedenken. Das Restaurant im Hotel ist auch nicht schlecht, es gibt sogar All-You-Can-Drink Softdrinks! Morgen geht es dann auf Angels Landing, wir sind schon gespannt!