Wonderland

Heute brechen wir früher auf, um den Park noch leerer zu genießen. Die Sonne geht gerade auf und so entstehen herrliche Ausblicke.Madison RiverUnser erstes Ziel ist das Biscuit Basin, das wir gestern ausgelassen haben. Überall dampft es aus den heißen Quellen und die Landschaft liegt im Nebel. Kein Wunder, wir haben im Moment auch nur 34 Grad Fahrenheit.Biscuit BasinGanz alleine sind wir zwar nicht, aber immerhin ist es deutlich weniger voll als zu einer späteren Uhrzeit. Die Hitze der Geysire wird einem bei der Kälte auch schneller bewusst.Biscuit BasinWeiter geht es zum Black Sand Basin. Auch hier sind die Eindrücke wieder aufs Neue beeindruckend. Danach geht es zum West Thumb Geyer Basin. Zwischendurch überqueren wir zwei mal die Continental Divide.Fishing ConeDas West Thumb Geyser Basin liegt direkt am Yellowstone Lake. Die Pools fließen teilweise direkt in den See, andere liegen im See. Der Fishing Cone ist so einer. Früher nutzten Angler seine Hitze, um die gefangenen Fische direkt an der Angel zu garen!Blue Funnel SpringEs gibt aber auch wieder schöne Pools zu bestaunen. Am Parkplatz legt dann mal wieder ein Hirsch den Verkehr lahm.
Auf unserer weiteren Fahrt kommen wir zum Mud Volcano. Hier führt ein Trail durch ein Gebiet mit Geysiren und Quellen. Man muss einen Hügel bezwingen und daran scheitert schon mal wieder die Hälfte der amerikanischen Besucher.
Im Hayden Valley geraten wir in einen Stau, weil eine Herde Bisons die Straße überquert.Bison in Hayden ValleyUnser nächster Stopp ist der Ausblick auf die Kante der Upper Falls beim Grand Canyon of the Yellowstone. Ganz interessant, aber auch nur einen kurzen Stopp wert.
Weiter geht es zu den Artist Paint Pots. Dieser Trail ist nur unauffällig ausgeschildert und deswegen auch nicht sehr gut besucht. Nach einem kurzen Lauf durch den Wald kommt man zu einem kleinen Gebiet mit Geysiren und Quellen. In bunten Farben liegen die Pools vor uns.Artist Paint PotIn einem Pool gibt es wieder tolle Matschexplosionen zu bestaunen.Artist Paint PotIm Anschluss fahren wir nochmal zum Old Faithful. Wir wollen den Geysir vom Observation Point bestaunen. Ich laufe schnell zum Visitor Center und sehe, dass wir laut Vorhersage für den Ausbruch 25 Minuten Zeit haben, um zum Observation Point zu kommen.
Wir laufen also zügig hoch und schaffen es in 10 Minuten bis zum Aussichtspunkt. Oben sind wir ganz schön fertig und haben wahrscheinlich einen neuen Rekord aufgestellt. Der Ausblick ist die Mühe wert. Nach einigen Minuten fängt Old Faithful dann an und wir haben einen tollen Blick darauf!Old FaithfulNeben Old Faithful startet gerade der Giantess Geyser. Er bricht nur ca. dreimal pro Jahr aus. Wir haben also wirklich Glück!Giantess GeyserUnser Weg zurück zum Auto führt uns direkt am Geysir vorbei. Es hat sich inzwischen eine beachtliche Menge an Zuschauern versammelt und alle Geyser Gazer sind auch schon zur Stelle. Es kommen auch immer mehr Ranger, die sich das Spektakel ebenfalls nicht entgehen lassen wollen!Giantess GeyserEs macht wirklich Spaß dem Geysir zuzuschauen. Er sprüht immer höher und dampft dazu ordentlich.Giantess GeyserWir wechseln noch unsere Perspektive und bestaunen den Regenbogen, der sich inzwischen gebildet hat! Giantess GeyserAuf dem Weg zum Auto bekommen wir noch eine Ladung Gischt ab. Abendessen gibt es dann in West Yellowstone in einem Diner. Morgen geht es zum Grand Teton!

Geyser Gazing

Nach dem ganz guten Frühstück im Kelly Inn fahren wir in den Park. Der Eingang liegt ungefähr 500 Meter vom Hotel entfernt. Weiter geht es zu Old Faithful.
Unterwegs geraten wir mal wieder in einen Stau, der von Hirschen verursacht wird. Zwischendurch quert auch mal ein Büffel die Fahrbahn. Im Vergleich zum Custer State Park sind die Büffel hier etwas größer!
Am Old Faithful angekommen sehen wir, dass wir noch ca. eine Stunde bis zum Ausbruch haben. Wir beschließen den Geyser Hill zu erkunden, das sollte in der Zeit machbar sein.Giantess Geyser terracesWir kehren rechtzeitig zum Old Faithful zurück und warten auf den Ausbruch. Nach einiger Zeit fängt der Geysir dann an das zu tun, was man von ihm erwartet. Unmengen an Wasser werden in die Luft geschleudert und die zahlreichen Zuschauer sind begeistert.Old FaithfulNachdem der Geysir fertig gespuckt hat beginnt das große Laufen. Drei Gruppen bilden sich heraus. Gruppe 1: Schnell zurück zum Bus (ca. 50 % der Leute), Gruppe 2: Langsam zurück zum Parkplatz/ Hotel/ Restaurant (ca. 35% der Leute), Gruppe 3: Auf zu den restlichen Geysiren (ca. 15 % der Leute).Old Faithful InnWir wollen bis zum Morning Glory Pool laufen und dann wieder zurück zum Auto gehen.Morning Glory PoolDer Morning Glory Pool war einst türkis blau. Nachdem aber immer wieder Münzen und Steine in den Pool geworfen wurden ist er inzwischen eher grün. Auf dem Rückweg zum Auto treffen wir auf eine große Anzahl von Geyser Gazers. Das sind Leute, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als an Geysiren auf den Ausbruch zu warten. Alle sind per Walkie Talkie verbunden und deswegen wissen sie immer relativ gut wann wo etwas passiert. Im Zweifel sollte man immer den Geyser Gazers nachlaufen wenn man etwas sehen möchte. Wir warten einige Zeit und wechseln dann den Geysir. Der Riverside Geyser ist unser Ziel. Er soll demnächst ausbrechen. Bevor das passiert, entschließt sich aber der Grotto Geyser zum Ausbruch und wir bestaunen die Eruption.Grotto GeyserZurück am Riverside Geyser warten wir noch eine gute halbe Stunde darauf, dass der Geysir sich in den Firehole River ergießt. Wir werden nicht enttäuscht. Nach langsamem Start geht es plötzlich ganz schnell und der Geysir bricht aus. Der Anblick ist großartig.Riverside GeyserNachdem am Himmel immer mehr Wolken aufziehen, gehen wir nun schnellstmöglich zurück zum Auto und fahren zum Fairy Falls Trailhead. Von hier hat man einen super Blick auf die Grand Prismatic Spring. Man muss nur einen etwas steileren und unwegsamen Hügel hinaufklettern. Die Mühe lohnt sich aber wirklich. Der Ausblick ist fantastisch.Grand Prismatic SpringAls nächstes fahren wir ins Midway Geyser Basin und schauen uns die Grand Prismatic Spring vom Boardwalk aus an. Nicht ganz so spektakulär, aber trotzdem toll! Hier entdecken wir auch den Opal Pool, der uns sehr gut gefällt.Opal PoolDanach fahren wir noch den Firehole Lake Drive. Hier gibt es ebenfalls einige Geysire. Die Bakterien lassen das Wasser hier teilweise schwarz erscheinen.Hot Lake Firehole Lake DriveUnser nächstes Ziel ist die Fountain Paint Pot Area. Hier bestaunen wir den Fountain Paint Pot, in dem Matsch vor sich hin blubbert.Fountain Paint PotWährend des kleinen Walks kommen wir zum Spasm Geyser. Er hat gerade einen Ausbruch und der Wind lässt das ganze noch spektakulärer aussehen.Spasm GeyserBevor wir zum Hotel zurückkehren geht es noch durch den Firehole Canyon. Hier gibt es schöne Wasserfälle und natürlich auch einen großen Hirsch.Firehole FallsAuf dem Heimweg gibt es wieder den altbekannten Hirschstau. An der gleichen Stelle haben wir nun schon dreimal Hirsche gesehen. Wir halten schon gar nicht mehr an.
Abendessen gibt es bei Subway und später kommt noch ein Eis bei Dairy Queen dazu. Morgen geht es zu weiteren Geysiren, hoffentlich endlich einem Bären und zum Yellowstone Lake.

Yellowstone

Das Frühstück in der Travelodge ist besser als gedacht. Zwar ist es nicht mit dem Frühstück im Hampton Inn vergleichbar, aber satt wird man trotzdem.
Nachdem wir getankt haben geht es durch den Nordosteingang nach Mammoth. Zwischendurch entdecken wir ein paar Hirschkühe im Yellowstone River.Wildlife im YellowstoneIm Anschluss fahren wir noch mal kurz zu den Hot Springs und lichten eine Quelle ab, die wir am Samstag übersehen haben.Mammoth Hot SpringsWeiter geht es in Richtung Canyon Village. Zwischendurch stoppen wir an den Tower Falls. Die sind ganz nett, im Vergleich zu dem was noch kommen wird sind sie aber nicht so spektakulär.
Am Canyon angekommen fahren wir erstmal zum South Rim und besichtigen den Artist Point. Von hier hat man einen grandiosen Blick über den Grand Canyon of the Yellowstone und die Lower Falls.Yellowstone CanyonWir genießen den Ausblick und eine nette Amerikanerin macht noch ein Bild von uns. Yellowstone CanyonWeiter geht es zu Uncle Tom’s Trail. Der Trail steigt über mehr als 300 Stufen (ein Amerikaner hat mitgezählt und sein Ergebnis ist 309 Stufen) in den Canyon hinab.Uncle Tom's TrailVon hier hat man einen besseren Blick auf die Lower Falls. Ein paar Touristen bekommen den “Vollidiot des Tages” Preis. Sie klettern vom Aussichtspunkt an den Fällen direkt zur Wasserkannte. Es hätte uns nicht gewundert, wenn sie runtergefallen wären.
Wir dagegen bleiben auf den Trails und genießen den tollen Ausblick inklusive Regenbogen.Lower Yellowstone FallsDer Himmel verdunkelt sich zunehmend und ein Gewitter kündigt sich an. Da es aber noch weit genug weg ist, fahren wir zum North Rim und laufen den steilen Weg zur Kante des Wasserfalls herab. Hier wird einem nochmal klar, was für eine Kraft das Wasser hier hat! Der Blick auf den Canyon ist ebenfalls sehr schön von hier.Yellowstone CanyonDas Gewitter kommt näher und wir versuchen dem Gewitter davonzufahren. Unser Ziel ist das Norris Geyser Basin. Zwischendurch wird unser Auto kurz angeregnet, das bleibt im Park aber die einzige Begegnung mit Regen für heute! Unterwegs halten wir noch im Canyon Education Center und bemerken die amerikanische Flagge auf Halbmast. Von 9/11 merkt man im Park ansonsten nichts. Norris Geyser BasinAngekommen im Norris Geyser Basin dampft und zischt es überall. Die Quellen und Geysire dampfen weit sichtbar. Es riecht nach Schwefel.Norris Geyser BasinWir sind fasziniert von der unwirklichen Landschaft und laufen zuerst den Porcelain Basin Loop.Norris Geyser Basin Hier läuft man über Holzstege durch die thermalen Gebiete. Der Boden wäre zu heiß und brüchig um ungeschützt darüber zu laufen.Norris Geyser BasinBakterien verpassen dem Wasser die besondere Farbe. Je nachdem wie heiß es ist, hat die Oberfläche andere Farben.Norris Geyser BasinDass der Yellowstone noch immer ein aktiver Vuklkan ist, bemerkt man hier immer wieder aufs Neue!Norris Geyser BasinWir kommen zum Back Basin, einem größeren Gebiet von Geysiren und heißen Quellen.Norris Geyser BasinDas Gewitter kommt nun auch langsam zu den Geysiren. Am Ende schaffen wir es aber vor dem Regen alles abgelaufen zu sein und kommen trocken zum Parkplatz.Norris Geyser BasinAuf dem Weg nach West Yellowstone treffen wir zuerst auf einen großen Stau. Stau im Yellowstone bedeutet meistens Wildlife. Wir hoffen auf einen Bären, bekommen aber “nur” einen ausgewachsenen Hirsch!Elch im YellowstoneAm Parkausgang holt uns das Gewitter ein und wir müssen unsere Koffer im Regen ausladen. Halb so schlimm! Das Kelly Inn ist deutlich schöner als die Travelodge in Gardiner. Größeres Zimmer, oberste Etage und sauber. Passt!
Abendessen gibt es bei Wild West Pizza. Sehr lecker aber für Pizza nicht gerade günstig. Wir sind trotzdem zufrieden und bummeln danach noch durch den Ort, der schöner ist als gedacht. Morgen geht es zu Old Faithful!